Newsletter 09/2022

Endstation Hainstadt

„Der Pokal hat seine eigenen Gesetze“ oder „Die Wahrheit liegt auf dem Brett“ sind dann so die Phrasen, die man bemüht, wenn man erklären soll, warum man im Pokal ausgeschieden ist. Wahrheit ist nun mal, dass für die Schachdrachen in diesem Jahr im Halbfinale in und gegen Hainstadt die Teilnahme am Mannschaftspokal endete.

Wir waren mit einer ziemlich guten Aufstellung angetreten, aber auch Hainstadt brachte ihre Besten an die Bretter. Für uns lief es aber von Anfang an und am Ende irgendwie verkehrt.

Jonas an Brett 3 wurde von einer Neuerung in der Eröffnung überrascht, verrechnete sich darauf hin und fand sich prompt mit Materialnachteil und passiver Stellung auf der Verliererstraße. Er schleppte sich noch ins Endspiel, aber sein Gegner ließ nichts mehr anbrennen – 0:1.

Andreas an Brett 4 sah sich dann dazu gezwungen ein Remis Angebot abzulehnen. Was gut war, denn sein Gegner stellte später einen Bauern ein und das Bauernendspiel brachte uns dann den Ausgleich – 1:1.

Bernhard (also ich) hatte sich eine vorteilhafte Stellung erarbeitet. Mitte der 30er-Züge mit wenig Bedenkzeit, verschmähte ich das Remis (bei zwei Remis an Brett 1 und 2 wären wir wegen Berliner Wertung trotzdem ausgeschieden), verschmähte den Zug, der den kleinen Vorteil behielt und den mir später die Engine empfohlen hätte, und griff stattdessen zum Materialgewinn. Ein Läuferpaar für einen Turm ist nicht schlecht – wenn dann nicht danach die Figuren ziemlich unkoordiniert herumgestanden hätten. Als dann wenig später ein Läufer und Bauern verloren gingen, war der Drops gelutscht – 1:2.

Damit war das Pokal-Aus wegen der Berliner Wertung bereits besiegelt. So war es dann egal, dass Christian zwischenzeitlich mal einen Turm weniger hatte, am Ende aber einen Springer mehr besaß und sein Gegner das Remis durch Dauerschach sicherte. 1,5:2,5 das Endergebnis.

Bernhard Weber

Vielen Dank lieber Bernhard, dass Du uns mit Deinen Berichten immer auf dem Laufenden gehalten hast. Schade, dass dies der letzte Bericht war und wir nicht auf den Sieg anstoßen können. Vielleicht im nächsten Jahr.

Veröffentlicht in Uncategorized.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.